Meine Eltern sagen ich ziehe mit meiner Sexualität ihren Namen in den Dreck

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BirdieEyes
Thema: 
Sexualität
Lesbisch/bisexuell/hetero/trans
Angst
Meine Eltern sagen ich ziehe mit meiner Sexualität ihren Namen in den Dreck

Ja hi, ich bin Maria und 16. Das klingt hart ist aber leider Realität. 2019 outete ich mich als Trans* und lesbisch bie Freunden und unterschiedlichen Jugendhäusern zu denen ich in der Zeit ging. Ich war erst mal happy, aufgeregt und fühlte mich frei. Bis meine Eltern kamen und mich 0 ernst nahmen. Dann gab es Streit und die Cops mussten auch anrücken. Ich fühlte mich drauf hin unterdrückt und zog mich zurück. Ich wusste aber, das ich das so nicht heimlich leben kann. Und dann 2021 ja, fanden die irgendwie raus das ich Insta habe mit meinem neuen Namen Maria und dann gab es Stress. Aussagen wie: "Das ruiniert deine Zukunft!" "Damit ziehst du unseren Namen in den Dreck!" "Das ist doch nur Phase!" "Warum machst du das? Langeweile?" "Lösch die Fotos, du machst dich lächerlich!" "Spinnst du, was ist in dich gefahren!" gefallen. 
Ja gut ich weiß da echt nicht mehr weiter. Meine Trans* Identität sehen die schon kritisch. Und dann noch meine homo-sexualität uff. 
Kann mir jemand helfen?

FeM Mädchenhaus2

Liebe Maria,

willkommen im Forum von FeM!
Schön, dass du dich getraut hast, hier zu schreiben und auch schon jemand anderem geantwortet hast!
Danke für Dein Vertrauen! Es kann sein, dass Dir noch andere junge Menschen antworten. Bis dahin kann ich Dir schon einmal etwas aus der Beratungsstelle des Mädchen*hauses schreiben:
Leider reagieren viele Eltern mit Unverständnis, wenn sie hören, dass ihr Kind etwas "anders" ist, als die Mehrheit. Das tut mir sehr leid und ich verstehe, dass du dir Unterstützung wünschst. 

Kennst du das Kuss 41 in Frankfurt? Das ist ein queeres Jugendzentrum. Hier der entsprechende Link: 
http://www.kuss41.de/
Dort könntest du dich mit anderen Menschen, denen es vielleicht ähnlich geht, vernetzen und austauschen... Vielleicht magst du es dir mal ansehen?
Vielleicht schreibt dir auch hier jemand?

Herzliche Grüße aus dem Mädchenhaus

BirdieEyes

Hi, lang ist es her, aber ich hatte Stress ohne Ende und auch so viel zu kämpfen. Ich habe sehr viel geschaut und arbeite auch gerade daran an eine Therapie zu kommen und buchstäblich auf meinen Eltern einen wie man so schön sagt "feuchten Furz" zu geben. Das ist ja schließlich meine Identität! Ich bin auf jeden Fall froh, dass meine Cousine (sie ist 21 oder so) und inre Freundin (19) mich supporten. Mache bald einen Mädchenabend mit denen und auch einfach Unterstützung von denen bekomme. Bin so froh. In der Schule werde ich mitlerweile auch Maria genannt. Es läuft, aber mit menen Eltern läuft's noch mmer so 0. Bin in 3 Wochen seit 3 Jahren geoutet.

FeM Mädchenhaus2

Hallo Maria,
wie schön, dass du dich wieder gemeldet hast!

Wow, da hast du doch schon einiges erreicht: in der Schule wirst du inzwischen mit deinem Wunschnamen angesprochen und du wirst von Leuten, die dir wichtig sind (z.B. deine Cousine und ihre Freundin) unterstützt.
Du bist auf der Suche nach einer Therapie und möchtest dich unabhängiger von der Meinung deiner Eltern machen.
Das ist doch ein toller Erfolg!
 

Was wären denn weitere Veränderungen, die du dir wünschst?
Und warst du inzwischen schonmal im Kuss 41? Das ist ein queeres Jugendzentrum in Frankfurt und ich kann mir vorstellen, dass du dort Gleichgesinnte treffen könntest. Ich kenne viele junge Menschen, denen es gut tut dorthin zu gehen.

Liebe Maria, ich wünsche dir weiterhin so viel Kraft und Mut auf deinem Weg! Melde dich gerne wieder wenn dir danach ist.

Viele Grüße aus dem Mädchen*haus,
Kathrin Schlegel 

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